Dr. Karg
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Beitrag #1 vom 22.08.2011, 07:24 Titel: Wandel der Liebe
Zentrieren
Wandel der Liebe
©Hans Hartmut Karg
2011
Der Sturm in erstem Liebestaumeln
Ist stark und kennt noch keine Grenzen,
Lässt lustvoll alle Seelen baumeln
Und überschreitet alle Pensen.
In jungen Jahren sah ich Beine,
Ihr Kurzrockbild und ihre Rosen.
Sie war so wunderbar alleine,
Voll Leidenschaft ließ sie sich kosen.
Sie hatte diesen schlanken Leib
Und alles war stets griffbereit.
Sie war schön, groß und sehr gescheit,
Sie hatte immer für mich Zeit.
Und sie gebar danach die Kinder,
Ein Weib, wie man kein zweites findet.
In Wut stimmt´ sie mich auch gelinder,
Weil Liebe Zorn stets überwindet.
Ja, nach den vielen Liebesfesten
Da traf die Nachricht uns doch schwer,
Dass sie den Krebs vom Allerbesten
Ertragen musst´ - ohne Gewähr.
Sie, die doch nur gesund gelebt,
Sie, die nur schlank durchs Leben ging,
Sie, die nach wenig Fleisch gestrebt,
Ihr galt ihr Leben nun gering.
Doch auch die schlimme Zeit verwand sie,
Auch weil ein liebevoller Mann blieb.
Sie liebte innig, wie noch nie,
Die Kraft kam, weil man stetig lieb.
Auch heute hör´ ich gern die Stimme,
Die meine Lebenslust befördert.
Vergessen ist der Alp, der schlimme,
Der bisher unsere Seelen mördert´.
Ich liebe heute ihre Falten
Und auch die alte Blütenpracht.
Wo immer ihre Sinne walten,
Vermittelt sie mir Stil und Kraft.
Sie ist bis heut´ mein Musenkind,
Das mir das Schicksal zugespielt.
Niemals hätt´ sonst der Musenwind
Mich stark berührt, so aufgewühlt.
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