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violett
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Gedichteforum -> Helle Gedichte
domino

Anmeldedatum: 03.04.2007
Beiträge: 5
BeitragBeitrag #1 vom 14.11.2007, 01:07  Titel: violett  

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violett

warm und wohlig
lippen umschließen sorgsam
nie erlebtes erfahren
samtweiche Hände
erforschen gekonnt
ein entzückender Rücken

geplauder von hitradio oe3
im takt der musik
warm und wohlig
intensive gerüche im halbdunkel
violett?
samtweiche berührungen
meine augen geschlossen
verfallen und gefangen

straßenlaternenlicht
unsere schatten an der wand
selige stunden
doch vergänglich
warm und wohlig
lippen von lächeln umspielt
zeit steht still

die hände im mantel
am heimweg
straßenlärm, musik aus der bar
wind im gesicht
sehn wir uns wieder?
sinnierend dahinziehen
warm und wohlig
violett.


domino, oktober 2007



Anmerkung:

zählt die zeilen
mit "warm und wohlig" -
es sind 4.
man kommt auf die Zahlenfolge 1-3-5-7
wenn man die entsprechende zeile sucht
und auf 6-8-7-8, wenn man die anzahl der zeilen
nach strophen notiert.
16 und 29 sind die quersummen der beiden zahlenfolgen
es gibt jemanden,
der alle diese zahlen sehr gut kennt,
und auch sicher nach der bedeutung von
violett
nicht lange suchen muss,
nebenbei noch: "violett" hat sieben buchstaben
- das könnte man übersehen.
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jürgen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 794
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #2 vom 16.11.2007, 11:24  Titel:   

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Zitat:
Anmerkung:

zählt die zeilen
mit "warm und wohlig" -
es sind 4.
man kommt auf die Zahlenfolge 1-3-5-7
wenn man die entsprechende zeile sucht
und auf 6-8-7-8, wenn man die anzahl der zeilen
nach strophen notiert.
16 und 29 sind die quersummen der beiden zahlenfolgen
es gibt jemanden,
der alle diese zahlen sehr gut kennt,
und auch sicher nach der bedeutung von
violett
nicht lange suchen muss,
nebenbei noch: "violett" hat sieben buchstaben
- das könnte man übersehen.


Also, da wäre ich von selber nicht draufgekommen, wenn du das nicht erwähnt hättest.

Das Hitradio oe3 schmerzt, schmerzt, schmerzt. Diesen Dumpfbacken kann kein Normalsterblicher länger als fünf Minuten zuhören.

Liebe Grüße,
Jürgen
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Villon´s Krückstock

Anmeldedatum: 03.09.2007
Beiträge: 228
BeitragBeitrag #3 vom 22.01.2008, 22:30  Titel:   

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Hallo!

Zitat:

Das Hitradio oe3 schmerzt, schmerzt, schmerzt. Diesen Dumpfbacken kann kein Normalsterblicher länger als fünf Minuten zuhören.


In meiner Arbeit täglich
mir es im Kopfe dröhnt.
Nun ist es nur noch fräglich
wer mich damit verwöhnt?

LG
Irene Alles klar!

_________________
http://www.ironirene.com/lyrische_selbstversuchung.html
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #4 vom 30.01.2008, 14:02  Titel:   

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Lieber domino,
Ich schau mir dein Gedicht mal an, ja?
Und alles was ich von mir gebe, sind NUR VORSCHLÄGE...

Der Übergang von Zeile 1 zu Zeile 2 holpert - schmiegt sich nicht besonders "sorgsam" an.
"warm und wohlig" könnte man aber in Zeile vier schieben, dann würde es fließen.
Nach "erforschen gekonnt" steht der Rücken einsam da.
Sagt man aber "einen entzückenden Rücken", wäre die Verknüpfung da.

Das Hitradio geht zwar mit Geplauder einher, aber "im Takt der Musik", da plaudert man doch nicht?? Eins von beiden solltest du ändern.

"Intensive Gerüche im Halbdunkel" - das wirkt beliebig, da sie ihren Inhalt nicht preisgeben wollen, die Verursacher der Gerüche, schade. Ein Gedicht kann fad wirken, wenn man zu wenig sagt.

Die 3. Strophe ist gar nicht schlecht, vielleicht ein bisschen blass, während
die 4. um Längen lebendiger ist.

---------------------------------------------
Da der Leser nicht weiß, was für eine Bewandtnis es mit dem "wohlig und warm" hat, lasse ich deine Zahlenmagie außen vor, da sie ja nur dir und einer anderen Person gilt.

Es sollte einem Autor nicht unterlaufen, ein Gedicht oder Teile davon erklären zu müssen. (siehe deine Anmerkung)
Ein Gedicht und seine Botschaft muss den Leser aus sich selbst heraus erreichen. Das sollte ein Autor können.

Noch ein Tipp:
Adjektive spärlich verwenden, sie sind bei Lyrikern nicht beliebt - vielleicht hast du ja Lust, eigene Wortschöpfungen zu kreieren?

FAZIT: Dein Potential unbedingt ausschöpfen. Du kannst weit kommen, tu es!

Danke für die Arbeit an deinem Gedicht,
Gruß, jorona
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Constantin.EC

Anmeldedatum: 03.10.2009
Beiträge: 69
BeitragBeitrag #5 vom 04.10.2009, 23:45  Titel:   

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Hmmm. Noch vor der Sicht,
dass folgend Anmerkung folgt,
erschien schon scheinbar Zahlen:

6 Zeilen hat die erste Strophe.
Der Anfang gibt die Form an.
Das ganze Gedicht ließt sich wie eine Massage,
ein Autogenes Training, wohlig und warm.
Die zweite hat zwei Zeilen mehr
und die ragen heraus aus der Mitte:
Zitat:
intensive gerüche im halbdunkel
violett?

Die dritte nur eine, dafür umso brachialer:
Zitat:
doch vergänglich

Die letzte wieder zwei:
Zitat:
wind im gesicht
sehn wir uns wieder?

Genau diese Zeilen, die aus der Sechse brechen,
spannen und zehren am unsicheren Segel.

Und violett bindet die Leserschaft
in fantasierende Neugier. Fein.
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