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Tochter im Schnee
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Gedichteforum -> Helle Gedichte
jürgen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 803
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #1 vom 26.01.2009, 14:39  Titel: Tochter im Schnee  

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TOCHTER IM SCHNEE


Winter bis
zum Kinn
Sie steckt im Schnee
ein Docht

entflammt
von Kanada, wo Schneestangen
den Winter
vermessen, wo

der weiße Gott
die Stille verlor
Birken
den kanadischen Winter
erfand

Wann ruft sie an
schneit
zur Tür herein

26.01.09
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Villon´s Krückstock

Anmeldedatum: 03.09.2007
Beiträge: 224
BeitragBeitrag #2 vom 26.01.2009, 15:37  Titel:   

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Hallo Jürgen!

Das gefällt mir sehr gut, auch wenn ich nicht verstehe, weshalb der weiße Gott ausgerechnet in Kanada die Stille verlor. Aber das Bild der Tochter in der Ferne und nach der sich Mutter und/oder Vater so sehnen - das ist sehr traurig, aber auch eigenartig schön, zumal ja auch ein trennender Winter nicht ewig währt.

LG
Irene

_________________
http://www.ironirene.com/lyrische_selbstversuchung.html
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jürgen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 803
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #3 vom 26.01.2009, 19:44  Titel:   

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Danke für's Lesen - ich verdanke das Gedicht einer Freundin.
Vielleicht ist das mit Gott u. der Stille zu dick aufgetragen, ich konnte nicht widerstehen, das Gedicht eine Stunde nach seiner Fertigstellung schon vorzustellen (was eigentlich immer ein Fehler ist). Mir ging da eine Zeile durch den Kopf, sie heißt: du kannst die Geduld wiederfinden, die Gott hier verlor. Schätze, Reiner Kunze hat das mal formuliert, oder der große Jan Skacel, muss das noch recherchieren, es wäre sonst natürlich nicht verwendbar.

> weshalb der weiße Gott ausgerechnet in Kanada die Stille verlor

Vermutlich, weil die Kanadier ehrliche Finder sind Satt und zufrieden

Lg
Jürgen
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