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Gedichteforum -> Natur
jürgen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 803
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #1 vom 16.03.2008, 01:56  Titel: Sterne  

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STERNE


Sie glänzen matt und abgenutzt
wie Türklinken, die Entfernten
Tür und Tor im Eingeweide
rabenschwarzer Einsamkeit

Einer zischt vorbei der Küster
löscht ihn mit dem Kerzenhut
Die Nacht verdirbt die Lampen
motten und der Morgen tagt

(auf die Schnelle eingegriffen)

Von fern glänzen sie wie abgenutzte
Türklinken, wenn ich danach greife
öffnet sich das Tor ins Eingeweide
meiner rabenschwarzen Einsamkeit

Ein Stern versinkt im Meer, die Station
löscht der Küster mit dem Kerzenhütchen
Die Nacht verdirbt, vom Irrlicht der Städte
angelockt landet die Motte: Morgen


16.3.08
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #2 vom 16.03.2008, 08:29  Titel:   

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Ich würde "Von fern" und auch beide Ich- Stellen rausnehmen, neutralisieren und dadurch emotionsloser machen, was dringend nötig ist.
Mit den "Sternen und Einsamkeit" ist es ohnehin schwierig genug, Schwulst zu vermeiden.

"rabenschwarz" kann doch einfach schwarz sein, mh.

"Ein Stern versinkt im Meer" könnte aber glatt von Lale Andersen sein / das Kerzenhütchen ist etwas zu putzig.

"Der Küster löscht die Station...": satzmelodisch gemäßer.

"Irrlicht" besser in puristisches "Licht" umwandeln.

Vom "Licht" der "Stadt" gelockt (oder bereist die Motte viele Städte?) landet die Motte. Morgen.
Das ist rund.

Sehr gelungen: "Die Nacht verdirbt" die haut`s raus.

Trotz meiner Bemerkungen ist es ein sehr schönes Gedicht.
Das alles liegt nur daran, dass o.g. Begriffe eine lange Tradition als "Süßholz" haben. Nur deswegen müssen wir jetzt so aufpassen.
Gemein, nicht?
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jürgen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 803
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #3 vom 17.03.2008, 10:55  Titel:   

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Unausgereift, und viel zu frisch - man hüte sich, ein stundaltes Gedicht zu veröffentlichen. Das als Mahnung - für mich selbst.

Lg
Jürgen
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #4 vom 17.03.2008, 12:11  Titel: Stern.warte  

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Nein, ganz und gar nicht schlimm.
Wir sind doch Arbeiter...

p.s. ich habe grad was phänomenales entdeckt, Jürgen
Kriegst sofort ne email !!
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