Sevandrine, Morazzi und Spatzi –
Ihr seid mir schon immer die Liebsten,
Doch gibt es noch Mozzi, Ratzi und Fazzi,
Die sind von allen doch die Durchtrieb´sten!
Ja, Du, Liebe, die man kaum noch kennt
Und die trotzdem immer vollkommen enthemmt
Gegen die schwindende Taufrische anrennt,
Damit Attraktion nicht Erotik verpennt,
Dir sei schon jetzt ins Stammbuch geschrieben,
Dass man nur Liebe mit Liebe kann lieben
Und dass lediglich ein gefüllter Bauch
Noch lange nicht hinterlässt einen glücklichen Schlauch.
So suche denn weiter und streich´ Dir die Haare,
Vergänglich sind auch Deine besten Jahre.
Doch, Sandrine, im Augenblick klappt alles noch,
Du bist gut im Geschäft – die ganze Woch´.
Und weil Du nicht zurück und nicht anders kannst,
Als massieren und melken den unschönen Wanst,
Wirst Du auch fürderhin kräftig genommen
Und was manchmal guttut, ist zum Moment geronnen.
Drum ist Dir der Augenblick zwar immer heilig,
Doch strebst Du weg, denn Du hast es eilig,
Weil schon ein anderes Wesen erwartet
Das Du mit ihm gleich seine Triebschau startest.
Dein Leben, Sandrine, ist Streben und Beben,
Du wirst deshalb immer bewegt dafür werben,
Was zwar uns als Höhepunkt scheinbar eint,
Doch ist der schon weg, wenn man erfüllt ihn meint.
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