Beitrag #1 vom 14.07.2011, 15:50Titel: man sah adler niemals sterben
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Man sah adler niemals sterben
Sie finden ihre ruhe in eisigen höhen
In denen sie fern von menschen
Deren armseligkeit sie niemals erreichen kann
Wühlend in unzähligen labyrinthen des geistes
In düsteren kellern und unterirdischen gewölben
Des prunkvollen schlosses
Schreitend in die kathedrale des geistes
Menschenleer,nur durchflutet vom spärlichem licht
Dass durch bunte endlose mosaike dringt.
Die starren augen erfahren den glanz
Des prunkvollen altares kaum.
Gold besudelt vom blut unschuldiger opfer.
Vorbei am leeren thron,entschwindend ins dunkel
Durch dichte wälder,bergauf auf steinigen pfaden,
erschöpft ruhend in dunklen höhlen
weiter auf und auf
bis sich grüne wiesen in weisse schneefelder wandeln
bis endlich schmerzverzehrt,der wanderer sich den gipfeln nähert
es ist vollbracht,des lebens pein hat nun sein ende
mit ruhigen augen schweifen seine scharfen blicke
über glitzernd gipfel in das endlos nebelmeer.
Ihn befällt die unbekümmertheit des adlers
Dem in luftigen höhen,die unendlich freiheit heimat ist.
Bereit zum fluge breitet er die arme
Zu flügel sind sie ihm geworden
Der felsige abgrund wartet schon.
Er fühlt das warten seiner brüder
Sie gleiten majestätisch durch die lüfte
Nur ein kleiner sprung noch zur erhabenheit
Der körper fällt,der geist entgleitet
Man sah adler niemals sterben
Sie finden ihre letzte ruhe
In eisigen höhen,fern des pöbels und der gier
Nah der sonne und der götter
Da ist letztlich ihr revier.
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