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König ohne Königreich
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Gedichteforum -> Natur
Namazu

Anmeldedatum: 05.04.2007
Beiträge: 36
BeitragBeitrag #1 vom 15.04.2008, 19:43  Titel: König ohne Königreich  

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König

Rastlos
Drehst du dich im Kreis
Runde um Runde-
König.

Gefiltert durch Eisenstäbe
Folgt mein Blick
Deinem verkrüppelten Ohr,
Zerzausten Mähnenfetzen,
Dem sandfarbenen Sonnenfell
Auf nasskaltem Beton.

Nur einen Moment lang
Treffen deine leeren Augen
Auf die meinen-
Nur einen Moment lang
Halten wir inne-
Träumen gemeinsam
Von lichtdurchfluteten Savannen,
Von warmem Wüstenfels.

Ein kalter Windstoß
Regentropfen
Und ich lasse dich zurück-

König
Gefangener König
König ohne Königreich
König ohne Krone.



Wer rastet, der rostet. Ein neuer Versuch, vielleicht ein bißchen zu viel Wortspielerei.
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Villon´s Krückstock

Anmeldedatum: 03.09.2007
Beiträge: 224
BeitragBeitrag #2 vom 16.04.2008, 09:11  Titel:   

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Hallo!

Bis zum Wüstenfels finde ich das Gedicht absolut gewaltig...ich kann mich da richtig reinversetzen.
Die letzten zwei Absätze könnte man evtl etwas überarbeiten - die "fließen" irgendwie nicht so wie der obere Teil.

LG
Irene
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jürgen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 803
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #3 vom 16.04.2008, 10:53  Titel:   

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Hallo Namazu,


Paar Adjektive weniger, und es wäre mehr.
Ansonsten gefällts mir.

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

(Aus: Der Panther, Rainer Maria Rilke)

Lg
Jürgen
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #4 vom 16.04.2008, 12:14  Titel: Adjektive  

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jo, die Adjektive -
gelten allgemein als schwulstlastig,
was meistens auch stimmt.
In der modernen Lyrik schreibt man gern puristisch.
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Namazu

Anmeldedatum: 05.04.2007
Beiträge: 36
BeitragBeitrag #5 vom 16.04.2008, 18:40  Titel:   

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Danke für Eure Anmerkungen - das hilft mir schon mal sehr weiter!

Werd heute versuchen, weiter dran zu arbeiten :)
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jürgen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 803
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #6 vom 18.06.2008, 00:28  Titel:   

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Träume sind Savannen
in denen wir
nach Wurzeln graben
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jorona

Anmeldedatum: 19.01.2008
Beiträge: 175
BeitragBeitrag #7 vom 18.06.2008, 06:23  Titel:   

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Träume sind Augen
voll Nackheit
Erinnerung ohne Zeitentzug
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