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Kenner der Klassik; Koster der Lysergsäure
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Gedichteforum -> Humor, Satire, Kinder, Tiere
Anaximandala

Anmeldedatum: 27.02.2022
Beitr�ge: 212
BeitragBeitrag #1 vom 21.10.2023, 20:37  Titel: Kenner der Klassik; Koster der Lysergsäure  

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Ich persönlich find ja toll
die 1812 mit Donnergroll,
an sonsten mag ich ruhiges mehr,
wie Mozarts sanften Jupiter.
Manch stille Stunde spendete
mir Schuberts Unvollendete

Zu laut und stumpf, halt nichts als Krach,
so sehe ich hingegen Bach,
der seine Stücke echt entehrt,
wenn er so Orgelklänge stümpert ...
wo weder'n Rhythmus wiederkehrt,
noch gibts nen Faden, nein er klimpert
nur wild im zick zack hin und her!
Zu Virtuosen ziehts mich hin,
die findet man bloß selten, schwer,
ne Handvoll gabs, die liegt im Grab,
so rauscht gequält der feine Sinn
zu Hören mir den Bach hinab ...
... genießt Bolero mehr und mehr.

Man sagt mir, dass das haarig sei
und kläng wie'n creepy Fetisch.
Doch haarig kenn Musik ich bloß
weil Acid, Pilz und allerlei
vermengt mir synästhetisch
gezeigt den Cirque Des Animaux

Und beim cygnesischen Gesang
als ich wie'n Esel niedersank
und ernsthaft mit den Tränen rang
weil es für mich so traurig stank

da wurd ich kurz so richtig kirr
es mochte sein, dass ich mich irr
doch Schlimmes schwante mir, so wirr
das Haupt bedeckt mit Kochgeschirr


wurd ich gefragt, was ich grad seh
und wie ich so im Blick zergeh
des Bild sich in sich selbst verdreh,
entfaltend in sich aufersteh

und wie ein Ei in Prismen bricht
Millionen Farben in der Sicht
verstreuen, manche kenn ich nicht
fällt durch das Fenster Sonnenlicht

ist kurz so unerträglich laut
dann legt es sich mir auf die Haut
ihr Atem stockt, ein Auge schaut
vom Rücken meiner Hand vertraut

und kurz zieht mich ihr Blick in Bann
Sekunden später ist mir dann
als ob ich es verstehen kann
das Wissen, was "es" ist verrann

bevor ich es ergreifen konnt
Verständnis, wie der Horizont
So weit, so tief, so schön. Besonnt.
Verstehen, klar und rein, doch blond

bezüglich was die Augen sahn
im Herz versank es ohne Plan
wie Wasser aus dem Wasserhahn.
Ich griff danach in meinem Wahn

und hielt es fest so wie ein Sieb
je mehr den Abfluss abwärts trieb
so fester wollt ich, dass es blieb
drum griff und schlug ich nach dem Dieb

der dort versteckt im Abfluss saß
mir die Gedanken so zum Spass
zu stehlen, in ein kleines Glas
zu ... was war grade? Ich vergaß!



Von Männern die im Abfluss sind
und Augen auf der Hand, die blind
verstehn wo ich nur eines find ...
Du siehst wohl zu viel Fernsehn, Kind!

Dass ich ein bisschen LSD
genommen hab, heißt nicht ich seh
erst grüne Männchen und dann dreh
ich an der Uhr den Zeiger, geh

mal in dich, fühl dir auf den Zahn
verarschst du mich, weil du spontan
es witzig fandst, mein lieber Schwan
ich schimpf mich richtig in Elan

bis meinem Freund der Kragen kracht
die Schwarte platzt, der Hund bei Nacht
verrückt aus Pfannen pfeifend lacht
bis Zucker hin zum Schwein gebracht

und schimpft "man sei doch einfach still!
Echt Junge, setz dich hin und chill"
weil er die Sicht genießen will,
mein Selbstgespräch war ihm zu schrill.

Ja gut, mein Gott, dann ists so, fein!
wurd eh verar... DU BIST ALLEIN!
Ich sag "Das ist doch was ich mein',
verarscht und ... Fuck man ... kann das sein?

Als dann der Trip gen Ende weht,
dass in mir der Verstand aufgeht
und mit sich bringt, dass ich versteh,

wie schlingernd noch der Kreisel dreht
und dass der Grund auf den ich tret
nicht ganz so da ist, wo ichs seh,

weshalb mein Schatten mir auch rät
"ein Mensch der klug ist, glaub mir, tät
nicht glauben Schatten, Dschinn und Fee

doch schläft der Dschinn, die Fee vernäht
paar Sachen" ... "HERR IM HIMMEL" bet
ich: "Niemals wieder LSD!"
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Ralfelinchen

Anmeldedatum: 01.11.2017
Beitr�ge: 965
BeitragBeitrag #2 vom 22.10.2023, 13:39  Titel:   

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Servus mein lieber alter Foren Freund –

Deine Texte sind wirklich schön geschrieben nur mir ist das alles viel zu lange ich habe weder die Zeit noch die Geduld das alles zu lesen aber ich kann übrigens ein gutes Buch empfehlen dass ich zur Zeit lese:

Benjamin Labatut

When we cease to understand the world

Ich habe im übrigen vor einigen Wochen genauer gesagt vor zwei Wochen begonnen in meinem Industrieloft auszumisten. Ich kann dir sagen was da anfällt ist unbeschreiblich. Ich habe so viele Utensilien vor allem im Küchenbereich die für einen ein Personenhaushalt einfach nicht mehr notwendig sind. Das gleiche gilt für meine riesige Sammlung an Kunstbüchern. Ich habe die alle meinen Freunden von GELITIN gegeben. Da ist ein riesiges Buch mit einer Sammlung der Cartoons aus dem New Yorker Magazin dabei - einfach fantastisch.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag




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