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Gedicht-Interpretation
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Gedichteforum -> Circus maximus
Brigitte

Anmeldedatum: 25.04.2017
Beiträge: 197
Wohnort: Kaernten
BeitragBeitrag #1 vom 12.05.2017, 11:37  Titel: Gedicht-Interpretation  

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GEDICHT-INTERPRETATION



Zitat:
Klarinettenkonzert

©Hans Hartmut Karg
2017

Und wieder einmal
verbeißen sich
die blechernen Töne
in meinen müden Ohren.

Gehör und Gemüt brechen auf,
erwarten, neugierig erwacht,
die nächsten Klänge:

Harmonien, Himmel, Harmonien,
die da im Raum stehen,
der Musik huldigen –
mit Musik!

Was für ein Morgen,
was für eine Liedwelt,
was für ein Tagesbeginn!

*

Das Gedicht halte ich für intelligente Kritik mit Niveau, wie der Autor dem Shitstorm begegnet: Mit poetischer Musik, ohne persönlich anzugreifen und zu verletzen, in einer Form, die Erfahrung und Backgroundwissen voraussetzt, um dem Gedicht das Geheimnis entlocken zu können.
Ich weiß nicht, wie das Experten sehen, die Literatur studiert haben, für mich ist es grandios. Das Gedicht zeigt, dass sich der Autor über den Shitstorm/das Dichterbashing Gedanken macht und, darüber erhaben, ihm seine Überlegenheit bewusst ist. Ich halte es für Satire.

Zum Titel: „Klarinetten“ sind Holzblasinstrumente. Als „Konzert“ ist mutmaßlich Shitstorm gemeint.

Erste Strophe:
Wenn aus Holzblasinstrumenten „blecherne“ Töne kommen, handelt es sich um Shitstorm, der sich in den betagten Ohren des Autors verbeißt.

Zweite Strophe:
Man erwartet die Eskalation, zu der es kommt, da der Kritiker den Autoren (wiederholte Male) nicht versteht und sich in seinen Versen verbeißt, (weil er zu wenig durchschaut und damit beweist, wie wenig er durchschaut oder alternativ, weil er zwar versteht, sich bewusst dumm stellt und aus Freude am Shitstorm ein Dichterbashing betreibt).

Dritte Strophe:
„Himmel“ steht für -„Bedenkt, verhalten wir uns wie geliebte Kinder Gottes“.
„Harmonien“ steht für Missklänge. Das Wort steht zweimal da, ist eine Verstärkung. Oder es meint, einer Harmonie wird mit Missklang begegnet.
Als „Raum“ wird das Internet bezeichnet oder eine Webseite, wobei es sich nicht um die Webseite handeln muss, wo das Gedicht steht, es kann eine andere gemeint sein.
„Der Musik huldigen“ meint, schöne Verse werden mit bösen Versen entwürdigt.

Vierte Strophe meint:
Jeder Morgen beginnt mit übler Kritik und versaut dem Autor den Tagesbeginn.

Darüber hinaus ist das Gedicht ein KALLIGRAMM, das ein Blasinstrument darstellt.

Nachbemerkung:
Seien Sie mir bitte nicht böse, wenn ich im Irrtum liege. Ich war in meinem früheren Leben eine Reinigungskraft. Woher soll ich Literaturkenntnisse haben? Ich habe Toiletten geputzt, Büros, Werkstätten, Baumärkte, Geschäfte, eine Schule, ein Stiegenhaus und eine Straße. Ich reime mir das alles selber in meiner Fantasie zusammen, statt dass ich meinen Haushalt machen würde, der darunter leidet.

Sollte ich das Geheimnis des Gedichtes „zerbrochen“ haben, dann bitte ich um Entschuldigung, vor allem um viel Verständnis, dass ich es blauäugig gewagt habe, das Gedicht zu interpretieren, ohne Böses zu wollen.

Jetzt ist der Autor gefragt, einen Kommentar abzugeben, wenn er das möchte.

© Brigitte
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Dr. Karg

Anmeldedatum: 09.06.2011
Beiträge: 2596
BeitragBeitrag #2 vom 17.05.2017, 09:41  Titel:   

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Liebe Brigitte,
da hast Du sehr viel Zeit investiert und dafür danke ich Dir. Leider ist meine Zeit krankheitshalber doch sehr begrenzt, weshalb ich Kommentare kaum kommentiere.
Das Gedicht ist aus der Liebe zu einem meiner Söhne, der als Berufsmusiker arbeitet, und zu W. A. Mozarts Klarinettenkonzert entstanden.
Herzliche Grüße!
H. H. Karg
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