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Europas Ist-Stand
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Gedichteforum -> Standorte
Dr. Karg

Anmeldedatum: 09.06.2011
Beiträge: 300
BeitragBeitrag #1 vom 13.07.2011, 10:06  Titel: Europas Ist-Stand  

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Europas Ist-Stand?

©Hans Hartmut Karg
2011

Schon im ersten Morgenglanz
Schmückt sich unser toll´s Europa.
Doch mit welchem Mummenschanz
Sind dann diese Schemen da,
Steh´n die Geister längst bereit,
Beschwören laut Übergangszeit?

An den ausufernden Rändern,
Voll geparkt mit den Verschwendern,
Fransen doch die Werte aus
Und bedrohen unser Haus.
Nichts mehr gilt als voll gesichert,
Vieles ist schon ganz verwittert.
.
So treibt uns still die Zeit voran,
Altert uns, so gut sie kann,
Gleitet ellenbogengleich,
Macht sich recht präsent bereit,
Fordert ständig und aalglatt
Alles, was der Reiche hat.

Über wachsende Probleme,
Die man ja zu ernst nicht nehme
Tröstet Politik hinweg,
Denn es gibt da keinen Schreck.
Und selbst unsere guten Banken
Können heute schrecklich wanken.

Wenn aber Reichtum wird bedroht,
Weil nichts mehr ist im rechten Lot,
Entsteht nur Haben und nur Gier,
Zerfällt doch unser großes Wir
Und führt zu Armut und zu Not,
Verschwendet schließlich unser Brot.


Als wäre wirklich nichts gewesen,
Als würde alle Welt genesen,
Als wäre nur die Sonne schön,
Als müsste man nur baden gehn:
So präsentiert sich heut´ Europa –
Und alles schreit fröhlich „Hurra“.


Was wird dann aus dem Kontinent,
Wenn nicht mehr schirmt das Kontingent,
Amerika hat nur noch Pleiten,
Chinesen schlimm an Hunger leiden
Und die Wirtschaft niederliegt
Und der Jammer uns besiegt,

In Afrika die Dämme brechen
Und Millionen fliehend rächen?
Gibt es da noch eine Hoffnung
Auf stetig´ Verbesserung?
Gib es da noch Sympathie?
Zwingt der Krieg uns in die Knie?

Die wirklich epochalen Zeiten,
In denen Europa konnte leiten
Mit Aufklärung, Reformation,
Mit Philosophie, mit Religion,
Mit Wissenschaft, Demokratie –
Wir brauchen wieder Seinsgenie! <img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/61ce746c790b46ea84fe24686bbb7aa9" width="1" height="1" alt="">
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