Wo gesät wird und gehegt, gepflegt,
Werden Vorräte geschaffen, Beete angelegt,
Ist der Mensch an Mehrwert interessiert
Und bemüht, dass keine Hungersnot grassiert.
Doch die Überflussgesellschaft ist meschugge,
Wenn sie nur wie eine fette, alte Glucke
Plusternd von Events, Aktionen stolz berichtet
Und den ganzen Überfluss am End´ vernichtet,
Nur, um Weltpreis´ und Profit zu halten
Und die Spekulantenlustbarkeiten zu erhalten.
Wie viel Fleisch und Wurst wird weggeworfen?
Wie viel Obst, Gemüse und Getreide in den Dorfen
Und den Städten schnell und stumm entsorgt,
Weil der Mensch nicht sieht, dass ihm die Schöpfung nur geborgt?
Erntedank braucht wirklich auch Verzicht,
Dass der Mensch nicht alles das vernicht´,
Was ihm leihweise nur anvertraut
Und womit er Überlebenschancen schaut.
Jeder Kürbis bleibt doch wahre Gottesgabe,
Mit dem die Natur uns zur Teilhabe
An der Fülle ihrer Schöpfung still beteiligt,
So dass unsereins sparsam dies alles heiligt.
Erntedank ist leider nur ein Wort,
Doch wir müssen die Natur als Hort
Für das Überleben und das Gute Leben sehen
Und als Zugewinn und Chance und als Lehen.
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