Beitrag #2 vom 11.07.2010, 15:24Titel: Sch...nachten
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Sch...nachten
Es wächst im trauten Heim die Freude,
geiles Essen, Geld und Alk gibt's heude,
wir singen auch ein Bimmelbammel-Lied,
mit richtig viel Zucker wird hart uns das Glied.
Die Seelbstmordrate steigt geschwind,
es fürchtet sich ein manches Kind,
vorm Krampus und vorm Nicolo auch,
die Kirchenväter haben miesen Miss-Brauch.
Die Aggression steigt ebenso,
das Essen landet dann im Klo,
was stimmt denn nicht mit diesem Fest?
Ist das die depressive Pest?
"Christus ist für UNS am Kreuz gestorben!",
damit haben wir unser Ich-Mitleid erworben.
"Jeder hat sein Kreuz zu tragen!",
so wird das Leiden NORMal sozusagen.
"Du nimmst hinweg die Sünden der Welt!",
so haben wir unsere Freikarte bestellt
ein ...chloch zu sein, mit Reue und Buß -
so stecken wir in der Sche... von Kopf bis Fuß.
die beiden gedichte stehen natürlich voll im kontrast zueinander, aber sie zeigen sehr schön, wie weihnachten als katalysator wirkt. an eine verheucheltheit herangehalten, straft es das übrige jahr ab, bei einer aufgeräumten seele glänzt es :)
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