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Durch die Waelder, durch die Auen
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Gedichteforum -> Helle Gedichte
Hayk

Anmeldedatum: 03.05.2021
Beiträge: 43
BeitragBeitrag #1 vom 04.05.2021, 16:05  Titel: Durch die Waelder, durch die Auen  

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Meine erste Frau verdarb mir
alle Lust auf Sekt und Starkbier,
und der Teufel weiß warum,
nur der Teufel weiß warum!



Und die zweite und die dritte,
kurz darauf auch noch die vierte,
machten mich ganz einfach stumm
und im Kopf ging mir herum:



Hätt ich sie doch mit Behagen
einfach kurz und klein geschlagen
oder mich nicht so geniert
und sie einfach massakriert!



Leider ließ ich sie am Leben,
statt den Todesstoß zu geben,
oder sie zu garrottieren,
konnte sie mich kujonieren.



Das passiert mir nicht nochmal,
solch ein Leben ist fatal!
Ob sie niedlich oder hässlich -
alle Weiber sind gar grässlich!



Selbst die Damen fünf und sechs
wollten nur mein Geld und Sex.
Nie mehr will ich mich verlieben -
Schluss ist nach der Nummer sieben!



Und ich ging um zu gesunden
in die Einsamkeit der Wälder.


Dort hab ich die Ruh gefunden,
die ich suchte - kühl und kälter

pulste bald das Blut in jeder Ader -
endlich war vorbei der Hader.



Und dann - kam s i e,
schön wie ein Septembermorgen.
Eine längst vergessne Melodie
erklang und was so tief in mir verborgen,
blühte auf - ich folgte ihren Rosenspuren
durch des Waldes Revier und vermochte kaum
das Hämmern meines Herzen bändigen.

Ach, wie lieblich umflossen die Locken ihr Haupt,
ihre Augen - so klar, ihr Busen wie von Alabaster
gegossen, die Glieder voll Anmut,
und ihr Duft glich der Narde und des Ambra zugleich.
Und der Lerchen Gesang, das Geraschel der Blätter,
tönten so traut wie der Klang ihrer Stimme.
Ich bin in einem Strudel der Liebe versunken,
mir war, als hätt ich von ihrem Blut getrunken.
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Ralfelinchen

Anmeldedatum: 01.11.2017
Beiträge: 668
BeitragBeitrag #2 vom 04.05.2021, 16:36  Titel:   

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Hallo mein lieber ha ha ha ha YK –

Es sind maximal drei Texte pro Tag erlaubt also sei so freundlich und überflutet das Forum nicht gewalttätig.
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Hayk

Anmeldedatum: 03.05.2021
Beiträge: 43
BeitragBeitrag #3 vom 04.05.2021, 18:22  Titel:   

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Grüß Dich!
Ich bin happy, dass Du hier tätig bist. Den Tipp habe ich von einer Österreicherin bekommen, aber den Namen verrate ich Dir nicht.
Dein Hinweis hinsichtlich der Anzahl der Texte - vielen Dank dafür. Habe ich bestimmt überlesen (man wird ja nicht jünger).
Liebe Grüße mein Freund!
Hayk
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Brigitte

Anmeldedatum: 25.04.2017
Beiträge: 930
Wohnort: Kaernten
BeitragBeitrag #4 vom 04.05.2021, 21:04  Titel:   

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Sorry, ich habe vergessen zu sagen,
maximal 2 bis 3 Texte pro Woche, nicht pro Tag (!)
aber für so Hochkaräter, wie Dich, wird sicher eine Ausnahmeregelung bestehen.

LG Brigitte
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Hayk

Anmeldedatum: 03.05.2021
Beiträge: 43
BeitragBeitrag #5 vom 04.05.2021, 21:19  Titel:   

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Liebe Brigitte,
zum Hochkaräter werde ich wohl erst, wenn meine Asche in einen Diamanten verwandelt wird.
Nee, ich will keine Ausnahme und werde mich an die Forenregeln halten. Also werde ich es für diese Woche bei den drei eingestellten Gedichten belassen, um nicht den Zorn der Götter auf mich zu ziehen.Danke für den Hinweis!
Liebe Grüße,
Hayk
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Brigitte

Anmeldedatum: 25.04.2017
Beiträge: 930
Wohnort: Kaernten
BeitragBeitrag #6 vom 04.05.2021, 21:49  Titel:   

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Lieber Haik,

Dir ganz besonderen Dank für das interessante Gedicht.

Dass Du hier zwei Operetten und eine Oper (letztere nur für die Überschrift) "geplündert" hast, (Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" und "Ritter Blaubart") willst Du gar nicht verheimlichen.

Für die trochäischen Macho-Verse ist das Märchen vom Ritter Blaubart Vorlage (der soll ja ein halbes Dutzend Frauen umgebracht haben), für den Sinneswandel (wie man sicher bemerkt, durch den abrupten Wechsel des Metrums verdeutlicht) ist es das Lied vom Zwerg Eisenack, der von Hoffmann zuerst verspottet wird, der dann zum Erstaunen des Publikums auf einmal in romantische Schwärmerei verfällt. Goethe hast Du im Vorübergehen auch noch beklaut, denn von ihm stammen die Worte an Frau von Stein: "Bin so in Lieb zu ihr versunken, als hätt ich von ihrem Blut getrunken" und diese Worte haben nichts mit dem früheren blutrünstigen Blaubarts zu tun.

Was man vielleicht nicht bemerkt, ist, dass die ersten Verse (und die letzten beiden) der letzten Strophe noch reimen, der Mittelteil - wo dem Frischverliebten die Zügel aus der Hand fallen - ungereimt daher kommen und nur durch vereinzelte Alliterationen zusammen gehalten werden.

Dass "garrottieren" (es darf auch mit einem t geschrieben werden) und kujonieren unbekannt waren, muss Dir nicht leid tun. Die Garrotte ist ein furchtbares Hinrichtingsinstrument gewesen - aber das hat man ja inzwischen ergoogelt.

Damit die trochäischen Verse nicht allzu martialisch klingen, hast Du die Grundidee bei der komödienhaften Operette entliehen - also: Bitte nicht zu ernst nehmen.

Na schau, was ich alles weiß! Da sieht man das Gedicht gleich in einem völlig anderen Licht.

Mit herzlichem Gruß
Brigitte
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Ralfelinchen

Anmeldedatum: 01.11.2017
Beiträge: 668
BeitragBeitrag #7 vom 04.05.2021, 22:29  Titel:   

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Hayk meint dazu:
Grüß Dich!
Ich bin happy, dass Du hier tätig bist. Den Tipp habe ich von einer Österreicherin bekommen, aber den Namen verrate ich Dir nicht.
Dein Hinweis hinsichtlich der Anzahl der Texte - vielen Dank dafür. Habe ich bestimmt überlesen (man wird ja nicht jünger).
Liebe Grüße mein Freund!
Hayk


bussi aus wien zurück mein guter
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Hayk

Anmeldedatum: 03.05.2021
Beiträge: 43
BeitragBeitrag #8 vom 06.05.2021, 15:17  Titel:   

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Liebe Brigitte,
wenn man so gelobt wird, traut man sich gar keine schlechten gedichte mehr zu schreiben. Wenn Du Dir jetzt noch einen Gefallen tun willst, dann hör Dir (bei youtube) mal das Lied des Hoffmann an ("Es war einmal am Hofe von Eisenack...") oder, wenn es ganz romantisch werden soll, das Lied an den Mond, gesungen von meiner Freundin Jamila Raimbekova, Das als kleines Dankeschön für Deine sachkundigen und liebenswürdigen Zeilen.
Liebe Grüße,
Hayk
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