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Die Schranke
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Gedichteforum -> Dunkle Gedichte
deepdownunder

Anmeldedatum: 07.01.2019
Beiträge: 3
BeitragBeitrag #1 vom 07.01.2019, 22:58  Titel: Die Schranke  

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Täglich aufs Neue erblicke ich sie, die Schranke,
die mir den Weg versperrt und täglich aufs Neue raubt sie mir den Mut.
Den Anblick kann ich nicht länger ertragen und ich verliere allmählich die Kraft.
Soviel habe ich investiert, soviel Schweiß, soviel Tränen.
Niemandem ist es möglich mir zu helfen, kein Fremder kennt meine Last.
Der Pfad der hinter mir liegt ist dunkel und leer, voll mit Trauer und Einsamkeit.
In der Ferne, weit hinter der Schranke erkenne ich das Licht, doch bin ich unfähig es zu erreichen.
Die Augen sind müde und tränenschwer,
der Kopf voll mit schmerzender Hoffnungslosigkeit.
So bleibe ich sitzen vor meiner Schranke, die Lippen mit letzter Kraft geformt zu falscher Freude und hebe die schweren Arme,
damit die mir wichtigen Menschen vor mir beim Blick nach zurück meine Trauer nicht sehn‘.
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juergen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 1128
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #2 vom 09.01.2019, 01:00  Titel:   

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Lieber DDU,

Ich habe in deinem Text viel Poetisches herauslesen können. Alleine - ich vermisse eine Form, einen Deckel für den Topf. Das kommt dir vielleicht seltsam vor und unbedeutend. Lyrik ist sehr frei interpretierbar, aber trotzdem einigen Regeln unterworfen und somit auch unfrei.

Ich bin der gute Forumsgeist
der dich Willkommen heißt
der dir manchmal ins Hirn scheißt
Mit anderen Worten: mach weiter

Hier meine Lesart:

Täglich aufs Neue erblicke ich die Schranke
die mir den Weg versperrt und täglich
raubt sie mir neuen Mut. Den Anblick
ertrage ich nicht länger, ich verliere

allmählich jede Kraft. Viel investiert
Schweiß und Tränen. Niemand
der helfen kann, kein anderer kennt
den Pfad der vor mir liegt

Dunkel, leer, voll Trauer, Einsamkeit
Licht, doch unfähig zu erreichen
Die Augen müde, tränenschwer
Säcke voll Hoffnungslosigkeit

Dein Forumsgeist
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Brigitte

Anmeldedatum: 25.04.2017
Beiträge: 621
Wohnort: Kaernten
BeitragBeitrag #3 vom 09.01.2019, 09:54  Titel:   

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Lieber Jürgen, lieber DDU

Ich fand den Text auch bemerkenswert und Dein Gedicht, Jürgen, gefällt mir sehr gut.

Als Zwischenstufe, lieber Jürgen, lieber DDU, würde ich mal mein Angebot einordnen:


Die Schranke

Täglich aufs Neue erblicke ich
die Schranke,
die mir den Weg versperrt.
Täglich aufs Neue raubt sie mir
den Mut.

Nicht länger ertrage ich
den Anblick.
Ich verliere allmählich
die Kraft.

Viel habe ich investiert,
Schweiß und Tränen.
Niemandem ist es möglich,
mir zu helfen;

kein Fremder erkennt
meine Last.
Der Pfad, der hinter mir liegt, ist
dunkel und leer,

voll mit Trauer und Einsamkeit.
Fern, weit hinter der Schranke,
erkenne ich Licht,
unfähig es zu erreichen.

Müde und tränenschwer
meine Augen,
voll schmerzender Hoffnungslosigkeit
mein Kopf,

bleibe ich sitzen vor meiner Schranke,
die Lippen mit letzter Kraft geformt zu
falscher Freude.
Ich hebe die schweren Arme,

damit die mir wichtigen Menschen
vor mir beim Blick nach zurück
meine Trauer nicht sehn‘.

*

Mit lieben Grüßen
Brigitte
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deepdownunder

Anmeldedatum: 07.01.2019
Beiträge: 3
BeitragBeitrag #4 vom 10.01.2019, 12:17  Titel:   

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Lieber Jürgen, liebe Brigitte

Vielen Dank für die aufschlussreiche Kritik Smile
Da ich doch noch nicht sehr viel geschrienen habe,
freue ich mich sehr über jeden Ratschlag und werde in Zukunft mehr an der Form meiner Gedichte arbeiten!

Liebe Grüße DDU
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