Längst hatte er den Bogen weg gelegt,
Auf dem er seine Wortwahl sicher traf.
Denn weil die Jugend selber dichtend strebt,
Vergisst sie jeden großen Dichter brav.
Er zog sich deshalb schließlich ganz zurück
Und schrieb nur noch für sich die Feingedichte,
Die ihm zu seiner Liebe Lust und Glück
Bescherten – und auch die Geschichte.
Er baute sich ein herrlich´ Haus am Berg
Fürs Alter ganz gerecht und schön,
Barrierefrei und hell, es war sein Werk,
Nur hier wollte er selig gehn.
Der Alte sah sich immer noch als Dichter,
Auch wenn die Beiwelt leidvoll lächelnd
Ihm grinste in sein furchiges Gesicht
Und ihn gern sähe lieber schwächelnd.
Doch dazu war er jetzt noch nicht bereit,
Auch wenn die Haare immer bleicher wurden.
Ein Leben lang hat er sich so wirklich befreit,
Suchend nach hohen Brücken, flachen Furten.
So schuf er endlich seine späten Verse,
Mit denen er für sich die Höhen suchte
Und die ihm gaben für die eigene Ferse
Die Springkraft, welche Musen buchte.
Der Alte schuf am Berge jene Freiheit,
Wenn anderswo nur eitel Not und Tod,
Denn ihm zu Füßen lag längst jene Dreiheit
Aus Wort und Bild und Sinn – und täglich´ Brot.
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