Da saß mir schräg und gegenüber
Ein Mädchen mit der Großmutter.
Sie sah verschämt zu mir herüber
Und nahm ein wenig kalte Butter
Auf den Croissant und zum Kaffee,
Sah immer wieder zu mir her,
Damit ich sie auch wirklich seh´,
Die Augen, Haare, Haut – und mehr…
So zog sie meine Welt in Bann.
Es kam, als wär´ alles zu spät:
Sie, die so fein aufblicken kann
Wirkt auf mich stark, wie ein Magnet.
Nicht mehr wich sie aus meinem Sinn,
Bewegt´ mein Herz und meine Seele
Und war für mich der Weltgewinn,
Weil alle Angst sich da wegstehle.
Seit mehr als vierzig Jahren
Seh´ ich den Liebreiz, mir die Anmut.
Auch mit gefärbten, dunklen Haaren
Weiß ich: Ich hab´ es wirklich gut.
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