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Babyelefant
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Gedichteforum -> Humor, Satire, Kinder, Tiere
juergen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 1206
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #1 vom 09.04.2021, 00:15  Titel: Babyelefant  

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BABYELEFANT

Es war einmal - ein Babyelefant
Der ist von zu Hause fortgerannt
Der Zoo, in dem er tagein trötete
Schloss eines Tages die Pforten
Schluss mit Tiger und Konsorten
Ein stummer Teichfrosch trödelte

Der Elefant suchte nach - Worten


08.04.2021
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Namazu

Anmeldedatum: 05.04.2007
Beiträge: 161
BeitragBeitrag #2 vom 09.04.2021, 12:59  Titel:   

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Es beginnt sehr eingängig und man ist gespannt auf die Geschichte, aber nach der zweiten Zeile gibt es für mich einen Bruch - sowohl was den Rhythmus, als auch was den Inhalt angeht und dann ist es abrupt zu Ende und ich habe das Gefühl, die Geschichte verpasst zu haben. Am Schluss geht es mir ein wenig wie dem Elefanten - ich bleibe mit einem Fragezeichen zurück - vielleicht liegt's auch an mir.
Liebe Grüsse
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Nestor Carigno

Anmeldedatum: 03.10.2009
Beiträge: 963
BeitragBeitrag #3 vom 09.04.2021, 14:51  Titel:   

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Dann trampeln wir die Geschichte eben fort
an den nächsten Trampelpfad an unbekanntem Ort.

Elefant suchte nach Antworten
und fand nur mannigfaltig Fragen.
Wieso ist mein Rüssel schlank?
Schrumpft er als ich die Cola trank?
Was ist das für ein Plumpsgestank?
Pass ich auch auf die Schlossparkbank?

So ging es fort und fortan weiter
und Fragen trugen Fragen auf die Leiter:
Wenn Regenbogen Regen brauchen
und Sonne Farben tut eintauchen,
wieso sind Wasserpfützen spiegelglatt?
Und was findet hinterm Bogen statt?

Auch ich bin ziemlich farblos grau -
wie wär's ich flög im Morgentau,
mit nasser Haut und Licht - genau! -
werd' ich dann zu 'nem Farbenpfau?

Den Tag voll Fragen langgezogen,
träumt Elefant er sei ein Bogen
und spannte einen Pfeil bei Nacht
der schoss, flog und sprühte Farben sacht.

_________________
"Über den Baum, die Mauer, den Zaun
wächst Efeu
und endlich verhallen die Rufe."
(Detritus Ductus)
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juergen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 1206
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #4 vom 09.04.2021, 21:00  Titel:   

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Warum sind Wasserpfützen spiegelglatt?
Und was findet hinterm Regenbogen statt?

Very nice, klingt irgendwie nach Nena. Und Tage, die wie Käse sind und beim Reinbeißen in den Toast aus Sonne, Erde und Wasser diese unwiderstehlichen Fäden ziehen. Leben ist... wie Käse lange Fäden ziehen. Liebe hält die Käsefäden in Schwingung, und das Leben sorgt für die nötige Spannung. Ich kenne mich mit Käse aus und mit der Käseerzeugung. Ich melke die Euter von Google und anderen Such- und Fluchmaschinen. Mein Käse ist eine Art tyrolean Cheddar mit oberösterreichischen Einflüssen. Irren ist menschlich. Doch warum ausgerechnet Irland den Cheddar-Käse erfunden hat und nicht Tirol zum Beispiel - diese Frage lässt mich fassungslos zurück. Es gibt doch so viel mehr Kühe in Tirol als in Irland, und viel, viel mehr Ochsen!

Liebe Grüße,
der Forumsgeist
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Namazu

Anmeldedatum: 05.04.2007
Beiträge: 161
BeitragBeitrag #5 vom 09.04.2021, 21:32  Titel:   

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juergen h. meint dazu:
Warum sind Wasserpfützen spiegelglatt?
Und was findet hinterm Regenbogen statt?

Very nice, klingt irgendwie nach Nena. Und Tage, die wie Käse sind und beim Reinbeißen in den Toast aus Sonne, Erde und Wasser diese unwiderstehlichen Fäden ziehen. Leben ist... wie Käse lange Fäden ziehen. Liebe hält die Käsefäden in Schwingung, und das Leben sorgt für die nötige Spannung. Ich kenne mich mit Käse aus und mit der Käseerzeugung. Ich melke die Euter von Google und anderen Such- und Fluchmaschinen. Mein Käse ist eine Art tyrolean Cheddar mit oberösterreichischen Einflüssen. Irren ist menschlich. Doch warum ausgerechnet Irland den Cheddar-Käse erfunden hat und nicht Tirol zum Beispiel - diese Frage lässt mich fassungslos zurück. Es gibt doch so viel mehr Kühe in Tirol als in Irland, und viel, viel mehr Ochsen!

Liebe Grüße,
der Forumsgeist


Haha, danke, sehr schön, Käsefäden gefallen mir besser als Babyelefanten, vielleicht bin ich schon zu lange in der Schweiz...
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juergen h.

Anmeldedatum: 05.01.2007
Beiträge: 1206
Wohnort: Tirol
BeitragBeitrag #6 vom 17.04.2021, 20:58  Titel:   

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Guten Abend,

Danke für die reizenden Interaktionen.

Unlängst kam mir ein Gedicht von B. Brecht unter. Es hieß: Ein Tiergedicht

Es war einmal eine Kellerassel
Die geriet in ein Schlamassel.
Der Keller, in dem sie asselte
Brach eines schönen Tages ein
Sodass das ganze Haus aus Stein
Ihr auf das Köpfchen prasselte.

Sie soll religiös geworden sein.

(Bert Brecht)


Dazu fiel mir der Babyelefant ein. Brecht dachte vielleicht an Bomberangriffe und Schutzunterkünfte, aber ich an Virusattacken und Mindestabstände. Ich meine, wer weiß schon wie groß Babyelefanten in der Praxis wirklich sind.

Liebe Grüße, der Forumsgeist
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