Noch vor sechzig Jahren habe ich meinen Großvater begleitet,
Als dieser im Herbst seine Kühe zum Ackern geleitet.
Das ging ganz gemächlich, da gab´s keinen Stress,
Die Peitsche steckte immer hinten, nah am Gesäß.
Wir zogen die zwei Kilometer hinaus zum Feld,
Von dem er wollte, dass das neu bestellt.
Die Kühe trotteten friedlich und still,
Ganz so, wie es des Großvaters Will´.
Die lange Pfeife steckte im Mund.
Sie war erloschen, denn das war gesund.
Der klappernde Pflug, rostig und klein,
Sollte hier des Ackers Bestellung sein.
Und als wir nach einem herrischen „Hü!“
In Lederstiefeln liefen, die bis zum Knie,
Da ging alles ohne Probleme voran,
Jeder so, wie er halt im Leben kann.
Der Opa drückte den Pflug in die Erde,
Ein großer Stein den Pflug noch beschwerte
Und fleißig zogen die Kühe an,
Ich sammelte Erdbirnen in eine Wann´.
Am schönsten aber war der Vogelgesang,
Hier gab es keine Rivalität, keinen Rang,
Keine Abgase, keinen Lärm und keinen Schmutz,
Die Erde allein war unser Schutz und Trutz.
So bleibt die Erinnerung an die Idylle wach,
Denn da gab es nirgends Ungemach.
Und nach der fleißigen Ackerei
Gab es Most, Brot und Fleisch mit Kartoffelbrei.
Niemals werde ich den Genuss vergessen,
Wenn wir nach dem Ackern haben gesessen,
Erzählt, getrunken und gut gegessen –
Aber das alles ist nur in der Kindheit gewesen.
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